FensationelleFreitagsFrage

Dezember 15th, 2017

Was soll den das? Erst kann man von heute auf morgen nicht mehr mit Niki zur Kontaktanbahnung nach Thailand fliegen, dann meldet auch noch Beate Uhse insolvenz an. Was sagt denn der Frauenbeauftragte dazu?

Ehre wem Ehre gebührt

Dezember 14th, 2017

Der Gebührenzahler ist freundlich. Er entrichtet mehrer Milliarden Euro, damit die Fernsehmacher Fernseh machen können. Und natürlich ist nicht für jede Sendeminute gleich viel Geld da. Wenn jetzt beispielsweise Thomas Gottschalk mit dem ganzen Wetten-Dass-Geraffel nach Mallorca fliegt um dort Sendung zu machen (gibts die Sendung eigentlich noch?) dann kostet es natürlich einen Zehner mehr als wenn Ottok Kahlenkopp mit auf mdr mit seinem Kleinbus durch die Uckermark tourt. Und wenn gar kein Geld mehr da ist, dann macht man eben eine Sendung wie „Prominenter Xy ehrt Prominenten Zx“. So wie es die ARD gerade immer Donnerstags macht. Da setzt man beispielsweise die gute Carolin Kebekus vor den Fernseher und zeigt ihr Filmschnippsel aus dem Archiv vom genialen Jürgen von der Lippe. Oder, wie heute, Cantz feiert Otto. Man freut sich nächstes Jahr auf Krause fiert Harald Schmidt. Ein tolles Konzept. Auch oder gerade weil es so billig war und ist. Der einzige, der es nicht geblickt hat war (wiedereinmal) der Silbereisen. Der Titel der Sendung vergangene Woche hieß: Silbereisen feiert Rudi Carrell. Das allein ist für den Godfather der frühen Fernsehunterhaltung schon eine Zumutung. Und dann hatte der gute Florian den Titel auch gar nicht geblickt. Die Sendung hieß nicht: Silbereisen feiert Silbereisen, sondern Silbereisen feiert Rudi Carrell. Es wurden alle verfügbaren Filmschnippsel versendet, wo Carrell irgendetwas mit oder über Silbereisen sagt, tut, macht. Und da gibt es glücklicherweise wenige Filmschnippsel. Leider wurden dann halt Filmchen nur mit Silbereisen aber ohne Carrell gezeigt. Dann doch lieber Comedy mit Frauen.

Sweet home alabama

Dezember 13th, 2017

Der ein oder andere wird sich an den Beitrag vom 20.November erinnern: Da ging es um das Problem des Einschlafens und Aufstehens. Man geht beruhigt ins Bett und am nächsten morgen – zack – ist das eigentlich Unwahrscheinliche eingetreten (vgl. Brexit, Trump, Italien-WM-Aus…). Glücklicherweise geht das auch in die andere Richtung: gestern wurde noch in den Tagesthemen die Wahl in Alabama thematisiert. In diesem konservativ geprägten Bundesstaat, home of the Republikaner, stand Roy Moore zur Wahl. Ein Republikaner. Leider auch ein stockkonservativer, verlogener, bornierter Evangelikaler der sich in der Vergangenheit auch schon mit Minderjährigen eingelassen hat. Er verfügt damit also über Eigenschaften und Charakterzüge wie sie im ländlichen Süden der USA eigentlich locker für eine republikanische Wahl reichen würden. Aber, eingeschlafen und – zack – der demokratische Kandidat Dough Jones hat das Rennen gemacht. Das ist so, als würde bei der Landtagswahl nächstes Jahr in Bayern der Kandidat der Linken den Ministerpräsidenten stellen. Die Wahl eines Demokraten freut natürlich das aufgeklärte Bürgertum in Europa. Aber Vorsicht: wer optisch die Republikaner mit JFK verbindet, sollte nicht allzu genau nach Alabama schauen. Senator-electet hat da schon eher etwas von der in Amerika üblichen Körperform. Vielleicht stammt der in Deutschland eher selten gewählt Vorname vom dort sehr populären Krapfen Namens Doughnut.

Oh wie schön ist Panama

Krokolores

Dezember 12th, 2017

Kennst Du den Seiltänzertraum, so intonierte einst Englers Hartmut. Wie ein Seiltänzer turnt gerade auch die SPD durch die Lande. Am Ende des Seiles wartet, mit offenen Armen zwar, aber zunehmend ungeduldiger, Angela. In der Tiefe droht das Oppositonsnetz. Aber ob es einen eventuell Fall aushält oder ob nicht die SPD in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit stürzt ist fraglich. Martin-84-Prozent-Schulz ziert sich noch ein wenig, wedelt mit garstigen Kröten die zu Schlucken sich die CDU im Moment noch kräftig ziert. Merkels Programm ist dankenswerterweise sehr übersichtlich. Sie möchte eigentlich nur regieren. Vor diesem Hintergrund sind christdemokratischerseits die ideologischen Hürden relativ schnell umschifft. Auch hat Merkel, nachdem sich die Situation bei der CSU vorerst entschärft hat, keine ernsthafte Konkurenz in der Partei. In der CDU gibt es vom Prinzip zwei Lager: die unterwürfigen Unterstützer (Tauber, Altmaier…) und diejenigen, bei denen man froh ist, wenn sie sich die alleine die Schuhe binden können (Laschet). Wenn da nicht der Spahn wäre…

Peterchens Mondfahrt

Dezember 11th, 2017

In Oslo werden die Nobelpreise verliehen. In Dortmund, da geht es eine Nummer kleiner, da wird ein neuer Trainerposten verliehen. Der BVB holt als neuen Coach den erst unlängst von Köln dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung gestellten Peter Stöger. Die Nummer 2 holt also den Trainer, der beim FC Köln nicht zwei sondern sogar drei Punkte aus den letzten 54 Spielen geholt hat. Das darf man ruhig mal laut vor sich hersagen. Aber damit passt der lustige Österreicher ja in den Lauf des BVB, der ja unter der Anleitung von Peter Bosz. Der BVB Fan profitiert doppelt: der Vorname des Cheftrainers bleibt, der schwer auszusprechende und noch schwerere Nachname wird vereinfacht. Eine Win-Win-Situation. Und das ist ja beim Fußball das, worauf es ankommt.

In der Weihnachtsbäckerei

Dezember 10th, 2017

Adventszeit=Plätzchenzeit. Wer schätzt es nicht, in der adventlich dekorierten Kammer am Weihnachtskeks zu knabbern. Dabei zerfällt die Gruppe der Kekskonsumenten in zwei Gruppen: die erste Gruppe backt die Keks selber. Auch hier lassen sich zwei Untergruppen ausweisen: die ersten backen bei Zeit. Oftmals werden bereits im November schon die Backbleche herausgehoben. Es werden mindestens zwei Dutzend Sorten gebacken. Und es werden so viele gebacken, dass sie auf jeden Fall bis Ostern reichen; obgleich jeder Verwandte, Besucher und nicht selten vorbeikommende Passanten ein Tütchen mitbekommen. Die zweite Gruppe backt auch selber, allerdings spät, hektisch und nur mal ein, zwei Bleche Ausstecher. Die isst man dann bis spätestens am Folgetag und kommt nicht mehr zum Backen vor Weihnachten, ist also auf die milden Gaben von Tante Liesbeth angewiesen.
Die Nichtbacker zerfallen ebenfalls in zwei Gruppen: diejenigen, die nicht nur von Tante Liesbeth, sondern auch von Muttern, Omma, Gertrud, den wohlmeinenden Nachbarn usw. jeweils ein Tütchen mit selbstgebackenen Plätzchen bekommen und soviel haben, dass es locker bis Fasnacht reicht. Die andere Gruppe bekommt weder von Tante Liesbeth, Muttern, Omma, Gertrud oder wohlmeinende Nachbarn ein Tütchen. Selber backen kann er nicht oder kommt vor den Feiertage nicht dazu. Melancholisch kauft man sich dann beim Bäcker welche. Die Teuren. Der Kilopreis liegt jenseits von gut und böse. Egal. Mit Tränen in den Augen sitzt man alleine in seiner Loft im gentrifizierten Prenzlauer Berg und kaut vor dem Öko-Adventskranz sein Plätzchen.

Wann wird denn endlich wieder Sommer…

Dezember 9th, 2017

Dieser Schnee. Rutschig, matschig kalt. Zum Skifahren reicht es nicht. Geschippt werden muss leidvoll. Da freut man sich auf Weihnachten, gibt es ja da traditionell T-Shirt-Wetter und grüne Matten. Schließlich lag vor der Krippe wo der Herr geboren wurde auch kein Schnee. Da wäre die Könige, die Heiligen aber sofort wieder umgekehrt.

Dann macht´s halt Schulz

Dezember 8th, 2017

Die Entscheidung war alternativlos: die Gespräche mit der CDU werden ergebnissoffen geführt. Auch wenn sich einzelne wenige Delegierte und viele lautstarke Jusos gegen eine Neuaufnahme GroKo, erhält Schulz das gewünschte Mandat um mit Angie zu sprechen. Auf dem Parteitag muss sich Schulz erneut um den Vorsitz bewerben. Er erhält knapp 82 %. Das sind fast 20% weniger als bei seiner ersten Wahl – aber mit deutlichen Stimmenverlusten kennt sich der Martin ja aus. So blickt Schulz optimistisch nach vorne. Wenn sich sein Optimismus in der Realität nicht umsetzten lassen, steht auch schon Olaf Scholz entgegen. Muss man auf den Visitenkarten des Vorsitzenden aus dem „U“ auch nur ein „O“ machen. Das dürfte selbst so eine gebeutelte Partei wie die SPD hinbekommen.

Raus was keine Miete zahlt

Dezember 7th, 2017

Die Rotationsgeschwindigkeit des Personalkarusell nimmt Fahrt auf. Gleich zwei Abschiedsgrüße dufte man dieser Woche in Bundesliga entgegennehmen. Einmal geht Kölns Übungsleiter Peter Stöger. Das finden viele traurig, angesichts der aktuellen Tabellensituation ist das aber nicht überraschend. Überraschend ist hingegen, dass Union Berlin ebenfall einen neuen Mann am Spielfeldrand benötigt. Immerhin stehen die Hauptstädter auf einem aussichtsreichen vierten Tabellenplatz. Aber die Überraschung wird verpuffen und um Jens Keller wird man sich keine Sorgen machen müssen, bald hat er einen neuen Arbeitgeber. Und da Loyalitäten im Profisport so weit reichen wie man ein Klavier werfen kann, taucht er vielleicht schon bald beim Hauptrivalen der Berlin auf. Man wartet eigentlich nur noch darauf, dass ein Verein versehentlich den eben entlassenen Trainer wieder einstellt. Heynkes und Bayern zählen nicht, da liegt schon zuviel Zeit dazwischen.

FensationelleFreitagsFrage

Dezember 7th, 2017

Trump macht wieder Geschichte: er ist der erste Präsident, der Jerusalem zur israelischen Hauptstadt anerkennt. Er ist der erste Präsident, der den Nahostkonflikt offenbar mit Fleiß an die Wand fahren möchte. Und er ist der erste Präsident, der die Klagemauer besucht. Das Bild des schweigenden Präsidenten vor dem Mauerwerk wird sicher in zahllosen Jahresrückblicken repetiert werden. Was man allerdings dem Bild nicht entnehmen kann: was ging Trumpy-Boy dabei durch den Kopf. War es nur eine herrliche Ruhe und Stille? Oder war es ein selbstzufriedenes „tätät-tätät“?